21.01.2012: Klimt 2012

Gustav Klimt (1862-1918), Malergenie und Wegbereiter der Moderne um 1900, hätte 2012 seinen 150. Geburtstag gefeiert. Klimt verbrachte den Großteil seines Lebens in Wien. Zahlreiche seiner Werke, vor allem die seiner Anfänge, sind permanent in Wiener Kunst- und Kulturstätten zu sehen.

Gustav Klimt revolutionierte die Malerei. Seine mit Goldornamenten verzierten Bilder zählen heute zu den teuersten der Welt. Seine außergewöhnlichen Frauenporträts dokumentieren den Aufstieg des Bürgertums. Künstlerisch spiegelt Klimts Werk den Weg von der „Ringstraßenzeit“ bis in die Anfänge der Abstraktion wider. Seine Werke sorgten für viel Kritik in Österreich, im Ausland gewann er zahlreiche Preise. 1918 starb Klimt in Wien an einem Schlaganfall.

Gustav Klimts Werke faszinieren noch heute, viele davon sind permanent in Wiener Kulturstätten zu bewundern. Im Oberen Belvedere ist Klimts wohl bekanntestes Gemälde zu sehen. „Der Kuss“ hat die Welt der Malerei verändert, das Bild und der Künstler stehen für den Aufbruch in die Moderne. Die Secession, deren Mitbegründer Klimt war, ist nicht nur eine der schönsten Sehenswürdigkeiten der Stadt, sondern beherbergt auch den weltberühmten Beethovenfries. Der 1902 auf drei Wänden aufgestellte Bilderzyklus (34 x 2 Meter groß) ist dem Komponisten Ludwig van Beethoven gewidmet.

Im Stiegenhaus des Kunsthistorischen Museums sind 40 Zwickel- und Interkolumnienbilder, die die schmalen Wandbereiche zwischen den Bögen und Säulen schmücken, zu sehen. Elf dieser Bilder wurden von Gustav Klimt gestaltet, die anderen von seinem Bruder Ernst und von Franz Matsch. Dargestellt ist die Geschichte der Kunst und des Kunstgewerbes von den altägyptischen Anfängen bis in die Neuzeit. Die wertvollen Entwurfszeichnungen von Gustav Klimt für die Deckenbilder der Burgtheater-Feststiegen wurden Ende der 1990er-Jahre auf dem Dachboden des Theaters gefunden und vor dem Verfall gerettet. Heute sind die Vorzeichnungen, die auch das einzige Selbstporträt des Künstlers enthalten, in einem eigenen „Klimt-Raum“ ausgestellt. Sie können im Rahmen von Führungen (ebenso wie die Deckenbilder im Stiegenhaus) besichtigt werden.

Gemeinsam mit Josef Hoffmann arbeitete Gustav Klimt am Palais Stoclet in Brüssel, für das er den so genannten Stoclet-Fries entwarf. Die insgesamt neun Werkzeichnungen dazu sind heute im Österreichischen Museum für angewandte Kunst (MAK) zu sehen. Überdies besitzt das MAK den Nachlass der berühmten Wiener Werkstätte, der Entwurfszeichnungen, Modellbücher, Fotobände, Originalstoffmuster, Stickereien sowie das gesamte Firmenarchiv beinhaltet.

Belvedere, Oberes Belvedere, Prinz-Eugen-Straße 27, 1030 Wien, www.belvedere.at
Secession, Friedrichstraße 12, 1010 Wien, www.secession.at
Kunsthistorisches Museum, Maria-Theresien-Platz, 1010 Wien, www.khm.at
Burgtheater, Dr.-Karl-Lueger-Ring 2, 1010 Wien, www.burgtheater.at
Österreichisches Museum für angewandte Kunst / Gegenwartskunst MAK, Stubenring 5, 1010 Wien, www.mak.at

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