Curaçao: Die endlosen Facetten der Farbe Blau

Curaçao

Playa Kenepa auf Curaçao © M. Kiel

Curaçao gilt vielen als blaues Herz der Karibik. Vom türkisblauen Wasser der Bilderbuchstrände über die markante Kolonialarchitektur bis hin zur farbenprächtigen Unterwasserwelt – überall auf der Trauminsel entdeckt man die verschiedensten Blautöne.

Mit ein wenig Insider-Wissen im Gepäck können Reisende auf Curaçao das komplette Spektrum der beliebtesten aller Farben entdecken.

Die Farbe Blau steht für Zufriedenheit und ist damit wie keine zweite eng mit dem Fernwehziel Curaçao verbunden. Das karibische Kleinod liegt fernab der Hurrikan-Zone, außerdem müssen Gäste hier nicht auf die gewohnten europäischen Standards verzichten. Wer dabei einmal erlebt, wie sich das kräftige Blau des Karibikhimmels mit dem strahlenden Türkis des Meeres mischt, weiß, wie sich ein blaues Wunder anfühlen muss. Kein Wunder ist dagegen, dass die Farbe Blau natürlich auch auf der Nationalflagge des Landes dominiert: Sie symbolisiert Himmel und Meer, getrennt von einem gelben Streifen für die Sonne.

Curaçaos Hauptstadt Willemstad macht blau

Ganz zur Freude seiner Besucher geizt Curaçao nicht mit blauen Erlebnissen. Die Farbe der Harmonie begleitet Reisende schon beim Besuch von Willemstad, dessen weltweit berühmte Handelskade – zugleich Wahrzeichen der Inselhauptstadt – nicht nur in sonnigem Gelb und zartem Rosé, sondern auch in knalligem Blau beeindruckt.

Wer in Willemstad auch beim Übernachten nicht auf die beruhigende Wirkung der Farbe Blau verzichten möchte, erreicht nach kurzem Spaziergang durch den Pietermaai-Bezirk das Boutique Hotel und Restaurant Bij Blauw. Inmitten der so bunten wie einladenden kleinen Geschäfte, Bars und Cafés des Szeneviertels empfängt das Gästehaus seine Besucher mit typisch niederländischer Kolonialarchitektur. Bei einem entspannten Drink auf der Veranda scheinen sich die Blautöne von Himmel, Meer und der Bilderbuchfassade in kräftigstem Türkis gegenseitig überbieten zu wollen.

Wer zum Abend Lust auf eine Kostprobe karibischer Kultur hat, schlendert über die Königin-Emma-Brücke hinüber in den Stadtteil Otrabanda, wo mit dem Kultur- und Ausstellungsraum Luna Blou ein weiteres strahlend blaues Haus wartet. In diesem Sommer performen dort zum Beispiel die jungen Talente der Tentashon Performing Arts Academy ihre Show „Identi-Dance“, ein faszinierendes Programm über die Vielfalt der Tanzstile in der Region.

Blue Curaçao am Puderzuckerstrand

Ganze 38 karibische Traumstrände reihen sich an der Südküste Curaçaos dicht an dicht aneinander. Keineswegs ausgeschlossen also, seinen Aufenthalt im blauen Paradies alleine damit zu verbringen, jeden Tag an einem anderen Puderzuckerstrand zu entspannen. Wenige Kilometer westlich von Willemstad befindet sich zum Beispiel die Blauwbaai, deren Name ausnahmsweise nicht vom Blau des karibischen Meeres abgeleitet wurde, sondern sich auf die ehemals angrenzende Anno Blaauw Plantage bezieht.

Auf dieser Plantage wurde früher nicht nur blaue Farbe hergestellt: Auch Bitterorangen, die noch heute dem von der Insel stammenden Original Blue Curaçao Likör ihren charakteristischen Geschmack verleihen, wurden auf dem Gelände geerntet. Dieser ist übrigens ursprünglich nicht blau, sondern entsprechend seiner Hauptzutat eigentlich orangefarben. Mittlerweile können Curaçao-Besucher den beliebten Bitter aber in verschiedenen Farbtönen probieren. Noch heute erinnert auf der Anlage das Landhuis Blauw unweit des beliebten Blue Bay Golf & Beach Resorts an die niederländische Kolonialzeit des 18. Jahrhunderts.

Eine Flasche des originalen Blue Curaçao Likörs ist nicht nur ein ausgezeichnetes Mitbringsel für alle Daheimgebliebenen: Mit einem erfrischend-fruchtigen Cocktail lassen sich auch die Tage an einem der ausgezeichneten Traumstrände Curaçaos bei ganzjährig sommerlichen Temperaturen noch besser genießen. Zu den bekanntesten und vielleicht auch blauesten Stränden zählen dabei die Strände Kenepa Grandi und Cas Abao mit karibischer Postkartenidylle.

Blau soweit das Auge reicht bietet auch die Schwesterinsel Klein Curaçao, nur elf Kilometer von der Hauptinsel entfernt. Reisende, die davon träumen, einmal einen Tag auf einer einsamen karibischen Trauminsel zu verbringen, können diese Sehnsucht auf Klein Curaçao endlich stillen. Nach Ankunft per Privatboot oder Ausflugsschiff laden unglaublich klares, türkisblaues Wasser, ein langer, weicher Sandstrand, der alte Leuchtturm sowie ein mystisches Schiffswrack zu karibischen Entdeckungen.

Blau, blau, blau ist die Unterwasserwelt

Unter Tauchliebhabern ist Curaçao als einzigartiges Unterwasserparadies bekannt. Das artenreiche Wunderland vor der Küste der Insel ist jedoch nicht nur für Tauchprofis geeignet, sondern bietet auch Anfängern und Schnorchel-Fans bereits wenige Meter unter der Wasseroberfläche unvergessliche Einblicke. Zwischen blauen Korallen und blauen Schwarmfischen können Wasserfreunde mit etwas Glück Meeresschildkröten oder sogar Mantarochen bewundern.

Verglichen mit den paradiesischen Sandstränden hinterlässt die felsige Meereshöhle Blue Room einen ziemlich schroffen Eindruck. In dieser Unterwassergrotte scheint einfach alles die Farbe Blau zu reflektieren, was besonders beim Schnorcheln zu unvergesslichen Erlebnissen führt. In der Landessprache Papiamentu heißt die Unterwasserhöhle übrigens „Boka Fluit“, zu Deutsch in etwa „Flötenmund“. Der Name kommt daher, dass die Höhle durch den porösen Kalkstein ein pfeifendes Geräusch erzeugt.

Neben heiteren hell- und türkisblauen Facetten bietet Curaçao nicht zuletzt auch mystische Höhepunkte in Dunkelblau: Im Nationalpark Shete Boka erwartet Besucher auf der Kalksteinterrasse Boka Tabla ein atemberaubender Blick auf zerklüftete Felsen, schäumende Gischt und meterhoch aufspritzende Wellen. Seit Millionen von Jahren arbeitet sich das Meer bereits an der Nordostküste ab und höhlte so tiefe Grotten in das Gestein – ein wildes Kontrastprogramm zur karibischen Traumidylle im Süden Curaçaos.

Mehr Informationen über Curaçao unter www.curacao.com/de/entdecken

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