Ecuador: Höhenrausch auf der Straße der Vulkane

Laguna Limpiopungo mit Vulkan Cotopax © KPRN

Laguna Limpiopungo mit Vulkan Cotopax © KPRN

Schon Alexander von Humboldt wusste Ecuadors landschaftliche und kulturelle Vielfalt zu schätzen: „Die hohen schneebedeckten Gipfel, die tätigen Vulkane […], ihre Vegetation und die Sitten ihrer Bewohner machen die Gegend zu der interessantesten der Welt.“
Seine Reise durch Ecuador zählt zu seinen erfolgreichsten, da sie der Menschheit viele Erkenntnisse lieferte. Vulkane gehörten zu Humboldts beliebtesten Forschungsgebieten. So kommt es nicht von ungefähr, dass er die über 70, sich wie eine Perlenkette aneinanderreihenden Feuerberge in Ecuador „Straße der Vulkane“ taufte.

An der Westküste Südamerikas, wo sich die ozeanische Nasca-Platte unter die Kontinentalplatte Südamerikas schiebt, bilden sich in Ecuador zwei von Norden nach Süden parallel verlaufende Andenkordilleren mit ebenmäßigen Kegeln und beeindruckenden Schichtvulkanen. Hier schlängelt sich die berühmte Straße Panamericana von den Städten Otavalo ganz im Norden des Landes über Quito bis nach Baños, Ambato oder Puyo. So lässt sich diese einzigartige Bergwelt gut bereisen.

Der Cotopaxi zählt wegen seines perfekt symmetrischen Kegels und seinen 5.943 Metern Höhe zu den bekanntesten noch aktiven Vulkanen der Welt. Der gleichnamige Nationalpark bietet Lamas, zahlreichen Wildtieren wie Hirschen, Füchsen, Andenpumas und über 90 Vogelarten eine Heimat. Außerdem genießt man atemberaubende Aussichten auf die klaren Bergseen Limpiopungo und Santo Domingo, in denen sich nahegelegene Vulkane wie der Chalupas widerspiegeln. Der Park liegt etwa 50 Kilometer von der Hauptstadt Quito entfernt.

Ebenfalls von Quito aus gut erreichbar ist der Vulkan Cayambe. Er ist der einzige Vulkan der Welt, dessen Gipfel vom Äquator gekreuzt wird. Mit seinen 5.790 Metern Höhe ist hier Ecuadors größter und wohl schönster Gletscher zu finden.

Umgeben von Vulkanen – Quito

Auch die Hauptstadt selbst ist von beeindruckenden Vulkanen umgeben: dem 4.794 Meter hohen, noch aktiven Pichincha, dem Hausberg von Quito, der inzwischen bequem über eine Seilbahn zu erklimmen ist und von dem aus ein weiter Panoramablick über die Stadt und andere Vulkane auf die Besucher wartet. Sehenswert ist außerdem der erloschene Vulkankrater Pululahua, 25 Kilometer nördlich von Quito. Dieser erste Nationalpark Ecuadors ist der einzige bewohnte des Landes; auf seinem fruchtbaren Kraterboden wachsen neben üppiger Vegetation auch landwirtschaftliche Produkte wie Kaffee, Mais und Kartoffeln.

Weiter gen Süden in Zentralecuador liegen im Nationalpark Sangay die zwei aktivsten Vulkane des Landes: der 5.016 Meter hohe Tungurahuaund der 5.230 Meter hohe, alleinstehende Sangay. Der als UNESCO-Welterbe gelistete Park beherbergt ein besonders schützenswertes Ökosystem zwischen Gletschern und tropischem Regenwald. Hier leben über 586 Tierarten wie der Andenkondor und der seltene Bergtapir in einer Flora von ungefähr 3.000 Pflanzenarten. Am Fuß des Vulkans Tungurahua liegt das beliebte Bergdorf Baños, das vor allem als Ausgangpunkt für diverse Outdoor-Sportarten bekannt und auch wegen seiner schwefelhaltigen Thermalquellen und der allnächtlich zu beobachtenden Explosionen am Vulkankrater besuchenswert ist. Abenteuerlustige starten von hier aus zu Fuß oder zu Ross in die Hanglagen des Vulkans.

Ecuadors höchster Berg ist der Chimborazo in der Westkordillere der Anden, nahe der Stadt Riobamba. Mit seinen 6.310 Metern Höhe und einem Krater von 20 Kilometern Durchmesser überragt er die Umgebung eindrucksvoll mit seinem vergletscherten Gipfel.

Wer die Straße der Vulkane bereist, der mag Humboldt sicher Recht geben, dass sie zu den sehenswertesten Regionen der Welt zählt.

Weitere Informationen zu Ecuador auf www.ecuador.travel

 

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