Burgbau und Bier – Eine Genussreise durch Mittelkärnten

Miniaturstadt Friesach © Thomas Sbikowski

Miniaturstadt Friesach © Thomas Sbikowski

Mittelkärnten gilt bei uns noch als Geheimtipp. Zwischen Steiermark und Wörthersee locken bekannte Sehenswürdigkeiten, viele Genusshandwerker haben sich im „Marktplatz Mittelkärnten“ zusammengeschlossen und bieten Bier, Knabberkerne oder Wein aus Steillagen.

Das Reise-Magazin hat sich auf den Weg gen Süden gemacht und spannende Tipps aus der Region gesammelt.

Check-In im „Das Salvator“

Ein guter Ausgangspunkt für Erkundungen in Mittelkärnten ist das moderne Vier-Sterne-Hotel „Das Salvator“ von Iris Porsche.

Das Salvator © Thomas Sbikowski

 

Hier ist der Name Programm, denn im Haus erwartet den Gast neben großzügigen Zimmern auch eine wirklich sehenswerte Autosammlung von Gerhard Porsche.

Autoausstellung im „Das Salvator“ © Thomas Sbikowski


 

Während sich die Ausstellung im Haupthaus um Oldtimer und historische Motorräder dreht, gibt es auf der anderen Straßenseite ein Museum mit alten und neuen Rennwagen – natürlich gesammelt von Gerhard Porsche. Das ist auf jeden Fall einen Abstecher wert!

Abends lockt „Das Salvator“ mit einem schönen Wellnessbereich, der sich um ein riesiges Holzfass dreht. Geschwitzt wird in einer finnischen und einer Kräutersauna, dazu gibt es ein Dampfbad und einen Whirlpool mitten im Fass.

Wellness im Das Salvator © Thomas Sbikowski

 

Highlight: Der Burgbau zu Friesach

Ein absolutes Muss ist der Besuch des Erlebnisburgbaus Friesach. Seit 2009 wird am Ortsrand von Friesach in Mittelkärnten eine Höhenburg mit Handwerkswissen aus längst vergangener Zeit errichtet. Oben am Berg steht ein bereits knapp zehn Meter hoher Wehrturm.

Erlebnisburgbau Friesach © Thomas Sbikowski

Erlebnisburgbau Friesach © Thomas Sbikowski


 

An einzelnen Stationen schlagen Steinmetze Felsblöcke in Form, Zimmermänner schneiden Schindeln aus Lärchenholz und sägen Bretter aus ganzen Baumstämmen. „Hier in der authentischen Zone sind nur mittelalterliche Werkzeuge erlaubt“, erklärt Gernot Schmidt, der interessierte Besucher über die Baustelle der Burg Siegfriedstein führt.

Erlebnisburgbau Friesach © Thomas Sbikowski

Erlebnisburgbau Friesach © Thomas Sbikowski

 

Sehenswert: Die Miniaturstadt Friesach

Friesach ist ein romantisches Burgenstädtchen wie aus dem Bilderbuch. „Einzigartig ist der 820 Meter lange Stadtgraben, der entlang der gut erhaltenen Stadtmauer verläuft“, erklärt Stadtführerin Helga Steger und zeigt auf die Bäckertaufe. „In diesem Käfig wurden damals Bäcker in den Graben getaucht, wenn ihre Brote zu klein waren.“

Stadtgraben Friesach © Thomas Sbikowski

Stadtgraben Friesach © Thomas Sbikowski


 

Blicke in die Dominikaner- und die Stadtkirche lohnen sich, im alten Getreidespeicher hat die sympathische Isabella Marx vor kurzem ein spannendes Museum über den alten Beruf des Wachsziehers und Lebzelters eröffnet.

© Thomas Sbikowski

Isabella Marx zeigt die Kunst des Wachsziehens © Thomas Sbikowski


 

Außerdem kann man in ihrem hübschen Wachsstub’n Café auf Vorbestellung die typischen Kärntner Nudeln mit einer Füllung aus Erdäpfeln, Topfen und Minze verkosten. Es gibt eine Vielzahl an köstlichen herzhaften, aber auch süßen Varianten. Tipp: Unbedingt probieren!

Genuss am Friesacher Hauptplatz

Eines der schönsten Fotomotive eröffnet sich am Friesacher Hauptplatz. Er ist umgeben von farbenfrohen Häusern und wird von Burgen überragt.

Hauptplatz Friesach © Thomas Sbikowski

Hauptplatz Friesach © Thomas Sbikowski


 

Am Kopf des Platzes steht die Villa Bucher aus dem 13. Jahrhundert. Sie ist seit Generationen in Familienbesitz und bietet neben einigen Hotelzimmern auch eine hervorragende Küche. Zu den Klassikern zählt natürlich auch hier die Kärntner Nudel. Traditionell ist sie mit Topfen, Erdäpfeln (also Quark und Kartoffeln) sowie einer ganz besonderen Minze gefüllt. Es gibt aber auch saisonale Varianten mit Steinpilzen, Spinat oder süße Füllungen.

Kärntner Nudeln in der Villa Bucher © Thomas Sbikowski

Kärntner Nudeln in der Villa Bucher © Thomas Sbikowski

 

Auf der anderen Seite des Platzes gibt es die beste Schokolade der Region. Hier fertigt die Familie Craigher seit zehn Jahren feine Tafeln in echter Handarbeit.

Chocolatier Craigher © Thomas Sbikowski

Chocolatier Craigher © Thomas Sbikowski


 

Ganze 55 Sorten von Malt-Whiskey bis Kärntner Mostbirne gibt es in der seit 1914 bestehenden Bäckerei, die Geschichte der Schokolade erleben Besucher in der neuen Erlebnismanufaktur direkt nebenan.

Genuss garantiert – Der Marktplatz Mittelkärnten

Die Craighers gehören zur Initiative „Marktplatz Mittelkärnten“. Hier haben sich 46 Handwerker, engagierte Weinbauern, Bierbrauer und Betriebe aus den Bereichen Gastronomie, Hotellerie und Landwirtschaft zusammengeschlossen. Einer von ihnen ist Niki Riegler, der in sechster Generation die Brauerei Hirt leitet.

Niki Riegler von der Brauerei Hirt © Thomas Sbikowski

Niki Riegler von der Brauerei Hirt © Thomas Sbikowski


 

„Wir brauen 15 Biere aus regionalen Rohstoffen mit dem Wasser eigener Quellen nach der Slow-Brewing Methode“, erklärt der Experte. „Bei uns reift das Bier mindestens fünf Wochen.“ Dazu gibt es saisonale Varianten, wie Bockbier im Frühjahr, grünes Bier zum St. Patricks Day und herbstCULT zum Oktoberfest. Ganz neu ist das helle, sanft prickelnde Honigbier.

Georg Lexer vom Weingut Karnburg © Thomas Sbikowski

Georg Lexer vom Weingut Karnburg © Thomas Sbikowski


 

Seit drei Jahren finden Besucher in der Brauerei einen großen Shop mit Produkten der anderen Mitglieder des Marktplatz Mittelkärnten. Weinliebhaber sollten die Rebsäfte vom Weingut Karnburg verkosten. Musiker Sem Kegley und Georg Lexer produzieren hier seit einigen Jahren edle Tropfen auf den „Steps to Heaven“, einem Steilhang mit acht Kilometer neu angelegten Terrassen.

Knappengut Familie Schebath (c) Thomas Sbikowski

Knappengut Familie Schebath (c) Thomas Sbikowski


 

Ein köstliches Mitbringsel sind auch die Krappfelder Kürbiskernöle des Knappengut Schebarth. Die Familie baut seit Anfang der 1990er Jahre Ölkürbisse an. „Anfangs wurden wir belächelt“, blickt Franz Schebath zurück. Denn damals wurden Kürbisse nur an die Schweine verfüttert. „Heute sind unsere gesunden Snacks mit Ingwer-Geschmack oder Reindling-Kruste aus Hefeteig mit Zimt, Kakao und Rosinen sehr gefragt.“

Kürbisfelder der Familie Schebath (c) Thomas Sbikowski

Kürbisfelder der Familie Schebath (c) Thomas Sbikowski


 

Bei der kulinarischen Vielfalt sollte man die zahlreichen Sehenswürdigkeiten der sanft hügeligen Region nicht verpassen. Mit der Hochosterwitz lockt Österreichs größte Burg, besonders bekannt ist der prachtvolle Dom zu Gurk mit dem Grab der Heiligen Hemma.

Wandern in Mittelkärnten © Thomas Sbikowski

Wandern in Mittelkärnten © Thomas Sbikowski


 

Tipp: Auch Aktivurlauber sind in Mittelkärnten genau richtig. Neben zahlreichen Rad- und E-Bike-Wegen führen eine Vielzahl an Wanderwegen durch die sanft hügelige Landschaft.

 

Weitere Informationen:

Tourismusregion Mittelkärnten

Hauptplatz 23
9300 St. Veit an der Glan
Tel.: +43 (0)4212-45608
www.kaernten-mitte.at

 

Hinweis: Die Reise wurde von der Tourismusregion Mittelkärnten unterstützt.

 

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