Erinnerungs- und Gedenkkultur 2.0 in Berlin

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Iris Berben © DGMK/CEQUI

Am Montag um 11 Uhr war es soweit: Iris Berben, Dr. Johannes Evers, Vorstandsvorsitzender der Berliner Sparkasse und Initiator Daniel-Jan Girl verlegten jeweils einen von 23 neuartigen Internet-Pflastersteinen – sogenannte QR-Steine – rund um das Berliner Holocaust-Denkmal.

Über die QR-Steine erhalten Besucher des Holocaust-Denkmals zukünftig dauerhaft einen schnellen Zugang zum weltweit ersten interaktiven Konzert per Smartphone, dem „Virtuellen Konzert im Denkmal“. Damit wird in Berlin erstmals ein ortsbezogener virtueller Inhalt mit einem realen Ort dauerhaft verknüpft.

Bei der Verlegung sagte Iris Berben, „Ich merke, wie das Interesse nachlässt zu diesem Thema, dem wir uns gesellschaftlich verpflichtet fühlen sollten und wo wir Verantwortung für das Wissen um unsere Geschichte übernehmen müssen.“ Und sie merke auch, wie schwer es ist, einen Zugang zu finden und wie wichtig es sei, mit einem neuen Zugang, einer neuen Technik, auch junge Menschen immer wieder in diese große Verantwortung mit einzubeziehen.

„Wie gelingt es uns die Erinnerung und Verantwortung unserer Geschichte an die nächsten Generationen weiter zu geben?“, fragt sich auch Initiator Daniel-Jan Girl seit Jahren. Er ist Geschäftsführer der DGMK Deutsche Gesellschaft für multimediale Kundenbindungssysteme mbH und engagiert sich ehrenamtlich im Vorstand Förderkreis Denkmal für die ermordeten Juden Europas e.V. Ihm war es mit diesem Ereignis wichtig zu zeigen, dass das virtuelle Konzert eine Möglichkeit sein kann, viele junge Menschen auch zukünftig mit dem Thema zu erreichen. Das Projekt trägt sich im Wesentlichen durch Spenden und Sponsoren und ist so ein gelungenes Beispiel für bürgerschaftliches Engagement in dieser Stadt.

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