Filmreifes Kroatien: Auf den Spuren von Winnetou, Zora und Eisenthron

Wildwestkulisse im Paklenica-Nationalpark - Foto: Kroatische Zentrale für Tourismus / Milan Babić

Paklenica-Nationalpark © KrZT / Milan Babić

In den Sechzigerjahren fungierten die Karstlandschaften Norddalmatiens, das Hinterland von Rijeka und die Plitwitzer Seen als atemberaubende Kulissen für Filme wie „Winnetou“ oder „Der Schatz im Silbersee“. „Die Rote Zora und ihre Bande“ machte das Küstenstädtchen Senj mit seiner Uskoken-Festung berühmt und gerade wurde bekannt, dass Dubrovnik Schauplatz für die Verfilmung der 2. Staffel von „Game of Thrones“ sein wird.

Als die Produzenten der HBO-Serie „Game of Thrones“ (Eisenthron) sich auf die Suche nach einem geeigneten Drehort für die 2. Staffel machten, wurden sie im Süden Dalmatiens fündig. In Dubrovnik und Umgebung entdeckten sie filmreife Plätze, die in der nächsten Staffel der weltweit erfolgreichen Fantasy-Serie eine Rolle spielen werden: Inzwischen ist es offiziell, vier Wochen lang wollen die Macher von „Game of Thrones“ zwischen alter Stadtmauer, Fürstenpalast und Sponza-Palast drehen. Weitere Drehorte sind die über der Stadt thronende Lovrijenac-Trutzburg sowie die Türme Bokar und Minčeta. Außerdem haben Urlauber, die auf der Insel Lokrum unterwegs sind, in der Nähe des Benedektinerklosters gute Chancen, dem US-Filmteam über die Schulter zu schauen.

Längst Kult sind die Winnetou-Filme, die vor mehr als 40 Jahren in Kroatien produziert wurden. Auf den Spuren der Kinogeschichte können Urlauber in Grobničko Polje bei Rijeka wandeln: Das Tal diente seinerzeit als Kulisse für die Butlerfarm und Fort Niobrara. Gedreht wurden mehrere Filme in der am Fuße des Velebit-Gebirges gelegenen Paklenica-Schlucht sowie an den Krka-Wasserfällen. Den „Schatz im Silbersee“ versteckten die Filmschaffenden anno 1962 in einem der Plitwitzer Seen, nämlich dem Kaluđerovac-See. Bis heute versammeln sich Winnetou-Fans jedes Jahr Anfang Juni vor den Toren des Nationalparks Paklenica. Treffpunkt ist das Hotel Alan, in dem in den Sechziger Jahren die Filmcrew untergebracht war und das seit 2009 ein Winnetou-Museum beherbert.

Nachdem die Fangemeinde alle Fotos von Pierre Brice angeschaut, Requisiten studiert und sämtliche Drehorte zwischen Krka-Nationalpark und Plitwitzer Seen abgeklappert hat, geht es weiter zum Velebit-Massiv. Die bizarren Formen des Berges Tulove Grede dienten als Kulisse für legendäre Wildwestszenen. Ganz in der Nähe der so genannten Skelett- oder Geierwiese hat ein Karl-May-Fan aus München einen Kasten für Fans angebracht, in dem sich Gleichgesinnte eintragen können. Die an einer Windschutzmauer angebrachte Box steht glühenden Winnetou-Verehrern übrigens das ganze Jahr über offen.

Treue Anhänger der Fernsehserie „Die rote Zora und ihre Bande“, die Ende der Siebziger Jahre im ehemaligen Jugoslawien gedreht wurde, zieht es nach Senj. Die bekanntesten Plätze sind natürlich die Festung Nehaj und der Hafen des Küstenortes. Weniger berühmte Drehorte, beispielsweise der Brunnen, in dem die Bande sich vor der Polizei versteckte, lernen Besucher kennen, die dem Themenweg des Tourismusverbandes von Senj folgen. Der Kinderfilm „Die Rote Zora“ mit Mario Adorf als Fischer Gorian wurde übrigens im Jahr 2008 in Montenegro und nicht am Originalschauplatz Senj gedreht.

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