Auf den Spuren des Rieslings – Kurzurlaub im Rheingau

Wandern im Rheingau © Thomas Sbikowski

Wandern im Rheingau © Thomas Sbikowski

Vielprämierte Weine, aussichtsreiche Wanderwege und Wellness vom Feinsten – der Rheingau ist zu jeder Jahreszeit ein lohnenswertes Kurzreiseziel.

Wer sich ein Wochenende Zeit nimmt, kann die schöne Region am Rhein ganz entspannt entdecken.

Das Reise-Magazin hat Tipps für einen Kurzurlaub zusammengestellt.

Kurzurlaub Tag 1:

15 Uhr: RheinWeinWelt Rüdesheim

Einen perfekten Einstieg in die Weinwelt des Rheingaus bietet die neu eröffnete RheinWeinWelt in Rüdesheim. Auf dem ehemaligen Betriebsgelände von Asbach Uralt fließt statt Weinbrand jetzt Wein ins Glas.

Köstlichkeiten in der Lounge © Thomas Sbikowski

Köstlichkeiten in der Lounge © Thomas Sbikowski

 

Wer Hunger verspürt, geht zunächst in die RheinWeinWelt-Lounge. Hier werden kleine Köstlichkeiten serviert, besonders empfehlenswert ist die große Käseplatte mit ausgewählten Käsesorten. Dazu gibt es natürlich das erste Gläschen Riesling aus der Region.

 

Verkostung auf eigene Faust © Thomas Sbikowski

Verkostung auf eigene Faust © Thomas Sbikowski

Nach der Stärkung locken die ehemaligen Weinkeller von Asbach Uralt. In den begehbaren Räumen können Besucher die Weine von derzeit 76 Weingütern spielerisch verkosten. Dazu kauft man zu Beginn einen Beutel voll Jetons. Nach Einwurf der Münze an einem der Verkostungsautomaten fließt ein Probeschluck des Wunschweines ins Glas (0,04 l).

Übrigens: Die Weingüter verteilen sich über 165 Rheinkilometer von Nierstein bis Königswinter!

17 Uhr: Einmal durch die Drosselgasse

Nur wenige Meter weiter befindet sich die berühmte Drosselgasse, durch die sich tagsüber und abends unzählige Gäste aus der ganzen Welt drängen. Wer in der Region ist, sollte unbedingt einmal durch die schmale Straße bummeln. Einkehren kann man jedoch besser abseits der Touristenströme.

18 Uhr: Einchecken und Wellness im Fine Living Hotel

Keine zehn Kilometer weiter liegt der Weinort Oestrich-Winkel. Vor kurzem hat hier das Fine Living Hotel eröffnet. Das Vier-Sterne-Haus liegt direkt an der berühmten Weinlage „Jesuitengarten“ und ist der perfekte Ausgangspunkt für Ausflüge in die Region. Der Rhein und der Rheinradweg sind nur 70 m entfernt, wenige Gehminuten hinter dem Haus geht es in die Weinberge und auf den Rheinsteig.

Top Lage - Das Fine Living Hotel © Thomas Sbikowski

Top Lage – Das Fine Living Hotel © Thomas Sbikowski

Die 44 modernen Zimmer bieten teils Blick auf den Rhein, das Frühstück wird im aussichtsreichen Raum „Cabernet“, auf der sonnigen Rheinterrasse oder – bei kühleren Temperaturen – in der Lounge mit den großen Panoramafenstern eingenommen.

Die Relax-Area © Thomas Sbikowski

Die Relax-Area © Thomas Sbikowski

Für Entspannung sorgen der neue Wellnessbereich mit Sauna, Biosauna und Dampfbad und die riesige Relax-Area mit Infrarotkabine, Feeling-Fine Schaukeln und Kuschelecken im historischen Weinkeller.

Kurzurlaub Tag 2:

11 Uhr: Wanderung zum Kloster Eberbach

Nach dem Frühstück im Fine Living Hotel werden die Wanderschuhe geschnürt. Gleich hinter dem Ortsteil Winkel beginnen die Weinberge und immer mit Blick auf den Rhein geht es gen Osten.

Nach gut sieben Kilometern ist der Steinbergkeller des Klosters erreicht, der nur 300 m vom Kloster entfernt in Richtung Hattenheim liegt. Im Sommer können Wanderer ein Glas des edlen Weins am Schwarzen Häuschen im Weinberg genießen oder im Rahmen einer Steinbergkellerführung den Ausbau der Rheingauer Rieslinge kennenlernen.

13 Uhr: Führung Steinbergkeller

Der Steinbergkeller ist absolut sehenswert, die Führung dauert 90 Minuten und es werden drei Weine verkostet. Da das Bild der vom Weinbau geprägten Kulturlandschaft nicht verändert werden durfte, wurde ein architektonisch interessanter Weinkeller über drei Etagen und 14 Meter tief in die Erde gebaut.

Verkostung im Steinbergkeller © Thomas Sbikowski

Verkostung im Steinbergkeller © Thomas Sbikowski

Heute werden Trauben und Saft im gesamten Kelterprozess schonend mit natürlicher Schwerkraft in den Keller gebracht. Im 1.500 qm großen Flaschenlager können die Weine lagern und heranreifen. Wird gerade keine Führung angeboten, können die Weine auch im aussichtsreichen Verkostungs- und Inforaum mit Blick über den Steinberg probiert werden.

14.30 Uhr: Abstecher zum Kloster Eberbach

Bevor es weiter durch die Weinberge geht, sorgt die Klosterschänke im Kloster Eberbach für Stärkung. Das Restaurant mit historischem Kreuzgewölbe serviert gute und bodenständige Küche – vom Winzervesper zum ganzen Menü.

15.30 Uhr: Über den Rheinsteig zurück

Direkt am Kloster Eberbach führt der berühmte Rheinsteig vorbei. Zunächst geht es durch die Weinberge, dann führt der Weg über die Höhenzüge durch den Wald. Am Weg liegen die Schlösser Vollrads und Johannisberg.

Wer mag kehrt noch in die Vinothek des Schloss Johannisberg zur Verkostung ein, hier gibt es eine gute Auswahl in allen Preisstufen. Im Wein-Cabinet im ehemaligen Kelterhaus der Domäne inmitten der Schlossanlage können die Weine der beiden Weingüter Schloss Johannisberg und G.H. von Mumm verkostet und erworben werden.

AuAufstieg Schloss Johannisberg © Thomas Sbikowskifstieg Schloss Johannisberg © Thomas Sbikowski

Aufstieg Schloss Johannisberg © Thomas Sbikowski

Das Besondere: Mit dem Johannisberg sind rund 1.200 Jahre Weinbaugeschichte verbunden. Hier befindet sich das erste Riesling-Weingut der Welt, außerdem wurde hier die Spätlese „erfunden“.

18 Uhr: Einkehr in die Wingertsknorze

Das Fine Living Hotel ist ein Hotel Garni, daher gehen die Gäste zum Abendessen in eines der umliegenden Restaurants. Fußläufig sind Weinstuben und Gutsausschänken erreichbar. Die „Wingertsknorze“ gleich gegenüber ist immer gut besucht, auch viele Einheimische kehren hier ein. Das spricht für die gute Küche, bei der auch Vegetarier eine passende Auswahl haben.

Kurzurlaub Tag 3:

11 Uhr: Mitbringsel für Freunde und den eigenen Weinkeller kaufen

Wer noch auf der Suche nach einem guten Wein ist, sollte auf dem Rückweg beim Weingut Trenz in Johannisberg anhalten. Die Rebfläche trägt 85% Riesling, 12% Spätburgunder und 3% Weißburgunder. In der Lage „Johannisberger Hölle“ wachsen auf verwittertem Quarzit Rieslinge mit ausgeprägter Mineralität. Seit 2002 bewirtschaftet das Weingut außerdem zwei Hektar Rebfläche im südafrikanischen Stellenbosch, wo würzige Rotwein-Cuvées ausgebaut werden.

12.30 Uhr: Fein speisen auf Burg Schwarzenstein

Der krönende kulinarische Abschluss ist ein Abstecher zur Burg Schwarzenstein. Mit ihrer geschwungenen Silhouette aus lokalem Bruchstein und dem hohen Burgturm erinnert sie an die Zeiten der Kreuzritter. Die Burg wurde jedoch erst 1873 erbaut von Peter Arnold Mumm. Der Frankfurter Bankier und Weinhändler war der Begründer der Dynastie Mumm.

Burg Schwarzenstein © Thomas Sbikowski

Burg Schwarzenstein © Thomas Sbikowski

Nach wechselvoller Geschichte erwachte das schöne Burgensemble 2004 aus dem Dornröschenschlaf. Burganlage und Park wurden aufwändig saniert und im Frühjahr 2005 eröffnet. Bis heute haben Stephanie und Michael Teigelkamp das Haus zu einem über die Grenzen des Rheingaus hinaus bekannten Hotel gemacht. Hier verteilen sich 51 Zimmer und Suiten auf die Parkresidenz, die historische Burg und das Gästehaus.

Die Kulinarik spielt auf Burg Schwarzenstein eine große Rolle, drei unterschiedliche Restaurants sorgen für das Wohlergehen der Gäste.

Wer die Küche des berühmten Grand Chef Nils Henkel genießen möchte, sollte jedoch frühzeitig buchen. Die Tische sind oft mehrere Monate im Voraus ausgebucht.

Im Burgrestaurant hingegen gibt es fast immer einen Platz – entweder auf der vielleicht schönsten Terrasse des Rheingaus oder im aussichtsreichen Wintergarten. Hier finden die Besucher eine regionale Speisekarte mit saisonalen Produkten und Küchenklassikern. Die Weine stammen vornehmlich aus dem Rheingau.

Burgrestaurant mit Aussicht © Thomas Sbikowski

Burgrestaurant mit Aussicht © Thomas Sbikowski

Ganz leger geht es in der modernen Grill&Wine Bar zu. Hier gibt es Gerichte vom Holzkohlegrill, Dry Aged Beef, Burger und eine vielseitige internationale Küche.

Weitere Informationen gibt es beim Kulturland Rheingau.

Reiseführer-Tipps:

© emons Verlag

© emons Verlag

 

Zu spannenen Geheimtipps der Region führt der Reiseführer „111 Orte im Rheingau – die man gesehen haben muss“ aus dem emons Verlag. Viele Rheingauer haben  dem Autor HP Mayer für dieses Buch ihre Geheimtipps verraten.

Und so lässt sich der Rheingau auf ganz neue Weise erleben. Ob Kohlenhaus, Käsekeller, Rosenbänkchen, Eisenbahnerkneipe oder eine Straße ohne Namen – auch abseits der klassischen Sehenswürdigkeiten gibt es viel zu entdecken.

 

 

Unsere Empfehlungen: Tipp 48 – Der 110-Stufen-Weg hinauf zum Schloss Johannisberg und Tipp 49 – der 50. Breitengrad. Einfach tolle Fotomotive!

50. Breitengrad © Thomas Sbikowski

50. Breitengrad © Thomas Sbikowski

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