Meereswettbewerb „Forschen auf See“

Forschen auf See auf der Aldebaran

Forschen auf See © Aldebaran

Mit Taucherproben vom Fundament eines Windparks in der Nordsee möchte das Schülerteam des Niedersächsischen Internatsgymnasium Bad Bederkesa herausfinden, wie sich die Offshore-Windparks auf die Biologische Vielfalt in der Nordsee auswirken. 

Die Folgen des Klimawandels für das Meer stehen ganz oben auf der Hitliste der Jungforscher, die ihren Urlaub in den Sommerferien gegen eine Forschungsfahrt an Bord des Forschungsschiffes ALDEBARAN eintauschen. Das Schülerteam der Anne-Frank-Schule aus Bargteheide (Schleswig-Holstein) wird die Reaktion von Grünalgen auf den Klimawandel zwischen der Adria und der Nordsee vergleichen und das Team vom Amandus-Abendroth Gymnasium aus Cuxhaven (Niedersachsen) sorgt sich um das Überleben der Meerestieren bei steigender Ozeanversauerung.

Der Vorsitzende des Kuratoriums des bundesweiten Meereswettbewerb Jury, Prof. Hartmut Graßl vom Max-Planck-Institut für Meteorologie in Hamburg hebt besonders das Projekt des Gymnasium am Tannenberg in Grevesmühlen (Mecklenburg-Vorpommern) vor. „Die Schülerinnen und Schüler thematisieren ein sehr aktuelles und brisantes Thema, inwiefern der Stickstoffeintrag durch die Landwirtschaft in Verbindung mit der Klimaerwärmung massiv die Badewasserqualität an der Ostsee beeinträchtigen könnte.“ Das Schülerteam befürchtet, dass es durch Überdüngung und Zunahme der Meerestemperatur zu einer Massenvermehrung von Blaualgen kommen könnte.

Gemeinsam mit einem erfahrenen Wissenschaftler experimentieren vier Gewinnerteams ab Juli an Bord des Forschungs- und Medienschiffes Aldebaran an ihren selbst entwickelten Forschungsthemen. „Mit ihren Projektideen arbeiten die Schülerinnen und Schüler absolut am Puls der Zeit und beschäftigen sich mit hochaktuellen Fragestellungen, die zeigen, wie sehr sich schon junge Menschen über wichtige Meeresthemen an der Schule Gedanken machen“, so der Algenexperte und stellvertretende Direktor des Botanischen Institutes an der Universität Hamburg, Prof. Dieter Hanelt.

Beim Meereswettbewerb „Forschen auf See“ werden wichtige Meeresthemen für die forschenden Schülerteams an Bord und über die Medien für die Öffentlichkeit weithin erlebbar. 2013 findet der bundesweite Meereswettbewerb bereits zum achten Mal statt. Zahlreiche Schülerinnen und Schüler hat er schon für den Schutz der Ozeane oder zur Aufnahme eines naturwissenschaftlichen Studiums motiviert, eine Vielzahl von Spitzenleistungen wurden bereits mehrfach ausgezeichnet. Der Meereswettbewerb ist offizieller Botschafter der UN Dekade für Biologische Vielfalt von 2011–2020.

Als Brücke zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit setzt sich das Forschungs- und Medienschiff Aldebaran und der Förderverein für Meeresforschung und Umweltjournalismus e.V. für eine attraktive, multimediale Umweltkommunikation für die Meere ein. Den Schülerteams steht an Bord des modernen Forschungsschiffes Mikroskop, Planktonnetz, Tauchausrüstung, Bodengreifer, Wasserschöpfer bis hin zu einem modernen Multisondensystem zur Verfügung. Durch den extrem geringen Tiefgang ist die Aldebaran insbesondere für die Forschung im Wattenmeer und in den Küstenregionen geeignet.

Weitere Infos unter www.meereswettbewerb.de

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