20.08.2011: Ein bisschen Groningen an der Ostsee

Canter-Huis-im-Hansa-Park

Canter-Huis-im-Hansa-Park ©

Wer auf den Spuren der Hanse wandelt, der trifft unwiderruflich auch auf die beiden Städte Groningen im Norden der Niederlande und Lübeck an der Ostsee. Der direkt an der Küste gelegene Hansa-Park in Sierksdorf lässt den Mythos der Hanse in Europa durch Reproduktionen berühmter hanseatischer Architekturdenkmäler wieder aufleben. Dort findet man seit diesem Jahr auch einen Nachbau eines Groninger Relikts.

Gleich am Eingang des Hansa-Parks wird man als Besucher in die „Themenwelt Hanse in Europa“ entführt. Mit dem Lübecker Holstentor, das gleichzeitig als imposanter Durchlass in den Park dient, begann 2008 ein bis heute fortwährender Nachbau typisch hanseatischer Gebäude. Im Gedenken an die Hanse, die dem Park auch seinen Namen verlieh, folgten im zweiten und dritten Bauabschnitt im Winter 2010 und 2011 charakteristische Gebäude aus Rostock, Visby, Hamburg, Brügge, Paris und eben das mittelalterliche Canter Huis aus Groningen.

Nicht ganz maßstabsgetreu, aber durchaus detailverliebt, thront der Nachbau des Groninger Canter Huis am rechten Seitenflügel des historischen Viertels im Hansa-Park. Das im Mittelalter erbaute Canter Huis wurde in Groningen ursprünglich als Lagerhaus genutzt und ist eines der ältesten Gebäude der Hansestadt. 1872 haben dort umfangreiche Restaurierungsarbeiten stattgefunden, die das Haus durch viele liebevolle Details erstrahlen ließen.

Im 20. Jahrhundert wurde erneut eine Restauration, mit Schwerpunkt auf der Fassade, in Angriff genommen, die eine stilistisch zurückhaltende Umkleidung des Hauses zum Ergebnis hatte. Heute ist dort das Maritime Museum (Noorderlijk Scheepvaartmuseum) untergebracht. Seit 1978 beherbergt es in seinen Mauern typisch nordniederländische Schiffsbauten und führt durch die Geschichte der niederländischen Hanse vom Mittelalter an, zu der auch die Schifffahrt unwiderruflich dazugehört. Beim Anblick der alten Kähne leben dort die alten Zeiten der Hanse wieder auf und in der Bibliothek kann persönlich auf Spurensuche gegangen werden.

Weitere Informationen unter:

www.noordelijkscheepvaartmuseum.nl/de
www.groningen.de



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