Lech: Die Sommerfrische am Arlberg

von Andrea Bonder

Lech: Die Sommerfrische am Arlberg

Grandiose Fernsicht am Arlberg © Andrea Bonder

Lech am Arlberg, einer der bekanntesten Wintersportorte Europas, hat für Trekking- und Mountainbike-Fans auch im Sommer Hochsaison. Die schönsten Aussichten auf die imposante Bergkulisse – und das schon beim Frühstück! – bietet Oberlech.

Bei der Anfahrt nach Oberlech stutzt so mancher Autofahrer, wenn das Navi den Ort gar nicht kennt. Also erst einmal Lech am Arlberg ansteuern. Auf den letzten Kilometern geht es über die kurven- und tunnelreiche Lechtal-Straße, die im Winter hin und wieder zugeschneit ist und Lech von der Außenwelt abschneidet. Davon kann aber derzeit nicht die Rede sein, denn bei Ankunft präsentiert sich Lech im strahlenden Sonnenschein. Auch Oberlech ist schnell gefunden: Nach der Brücke links hoch, die erste links, dann durch den Tunnel. Die Oberlecher haben ihn vor 15 Jahren angelegt, um ihre Hotels in den Wintermonaten ohne Pistenraupen mit Nachschub versorgen zu können; für Gäste ist Oberlech dann autofrei. In den warmen Monaten aber können Urlauber hier direkt bis zu ihrer Unterkunft fahren. Schon sind wir da!

Super Bergblick, absolute Ruhe

Oberlech liegt mit 1.650 bis 1.750 Höhenmetern wesentlich höher als Lech (1.444m). Es bietet einen unvergleichlichen Blick auf das Alpen-Panorama: Rechts thront der Hausberg von Lech, das 2.557 Meter hohe Omeshorn. Gefolgt von der abgerundeten Rüfispitze (2.632m), den drei Wösterspitzen und dem spitzen Wösterhörn. Abends taucht die Sonne die schroff-grauen Gipfel in ein warmes Rot. Wenn es dunkel wird, lässt sich der Sternenhimmel hier oben am besten beobachten. Und wenn das Tal noch einen traumhaften Frühnebel gehüllt ist, kann man in Oberlech schon in der Morgensonne frühstücken.

Lech am Arlberg © Andrea Bonder

Lech am Arlberg © Andrea Bonder

So angestrengt man auch lauscht, Oberlech erfreut sich einer absoluten Ruhe. Nur hin und wieder hört man Kieswege unter Wanderschuhen knirschen oder eine Hummel summen. Denn die meisten Urlauber stellen ihr Auto ab und benutzen es bis zur Abreise nicht mehr. Denn mit der „Lech-Card“ können sie alle Busse und Seilbahnen kostenlos benutzen. Mit der Gondelbahn, die jede Viertelstunde fährt, ist man in vier Minuten unten in Lech. Wo sich das Leben zwischen Ende November und Ende April zwischen Skiverleih, Liftstationen und Après-Ski-Bars abspielt, zeigt sich das Zentrum jetzt von seiner malerischen Seite.

Der eiskalte Gebirgsbach plätschert durch den Ort, Urlauber spazieren über die Brücken, stöbern in den Geschäften, besichtigen die barocke Kirche mit dem 600 Jahre alten Kirchturm, lassen sich in den Cafés nieder oder holen sich an einem der Eis-Stände kugelweise Alpen-Karamell oder Maracuja-glutenfrei. Nach und nach kehren immer mehr müde Wanderer zurück, die in Outdoor-Kleidung mit Rucksäcken und staubigen Wanderschuhen aus den Liften und Bussen steigen.

350 Kilometer Wanderwege erkunden

Wer auch zum Wandern, Mountainbiken oder Klettern möchte, sollte sich die exzellente Broschüre „Wanderwelten“ vom Fremdenverkehrsamt Lech-Zürs besorgen. 27 Wanderrouten werden mit Detailkarte, Höhendiagramm, Wegbeschreibung und Einkehrmöglichkeiten vorgestellt. Für jeden sind einige Touren dabei, ob für Familien, mäßig trainierte Wanderer, ambitionierte Trekking-Erfahrene oder passionierte Alpinkletterer. Besonders interessant sind die Gipslöcher, in denen seltene Orchideen wachsen, der geologische Höhenweg auf dem Rüfikopf, das „Steinerne Meer“ mit Millionen Jahre alten Fossilien sowie Sonnenaufgangs- und Gratwanderungen. Wer sich drei Tage Zeit nimmt, kann auf dem „Grünen Ring“ die schönsten Gipfel um Lech nacheinander erwandern und sogar in Biwaks übernachten.

Auf Schusters Rappen durch die Alpenlandschaft

Wunderbare Wanderwege © Andrea Bonder

Wunderbare Wanderwelt © Andrea Bonder

Für jedermann machbar ist die Tannbergroute, die in Oberlech beginnt. Die ersten eineinhalb Stunden geht es auf einem befestigten Weg durch üppige Sommerfelder mit bunten Blumen, die man noch aus Kindertagen kennt: gelbe Butterblumen, Gänseblümchen, orange Arnika, rosa Kleeblüten, lila Glockenblumen, dazu Büsche mit Alpenrosen und kleine Bergorchideen. Rechts taucht Bürstegg auf, eine einsame Siedlung aus vier Holzhäusern, die nur im Sommer bewohnt ist.

Hier und an vielen anderen Orten und Hochlagen der Gegend hatten sich im Mittelalter Einwanderer aus dem Schweizer Wallis – sogenannte Walser – niedergelassen. Noch heute prägen ihre großen Wiesen die Landschaft, auf denen jetzt im Sommer glockenbimmelnd Kühe und Ziegen weiden oder wo das saftige Gras wächst, das in den vielen Heuschobern gelagert und im Winter verfüttert wird.Dieses karge Leben änderte sich im 19. Jahrhundert, als erste Wanderer und Alpinisten den Weg nach Lech fanden. 1901 wurde der erste Skiclub gegründet, 1906 fanden hier die ersten Skikurse der Welt statt. Heute zählt Lech 6.800 Hotelbetten und allein in der Wintersaison mehr als 800.000 Übernachtungen.

Auch den Sennern der Auenfeldalpe sind Urlauber willkommen. Zahlreiche Wanderer haben auf den Bierbänken vor der Hütte Platz genommen, die Tochter des Bauern serviert frische Buttermilch, „Skiwasser“ mit Holundergeschmack und handgemachten Bergkäse. Der Wanderweg folgt nun einem Bach, Kühe grasen am Wegesrand, Murmeltiere pfeifen, einige Mountainbiker sausen vorbei. Rundherum ragen steile Felswände empor, auf denen selbst im Hochsommer noch Gletscher und Schneereste leuchten.

Dann geht es einen schmalen, steinigen Pfad steil hinauf zum Körbersee, der in ein hügeliges Hochplateau eingebettet ist. Dunkle Tannen, grasgrüne Wiesen und die Wolken am Himmel spiegeln sich im klaren Wasser. Am Ufer haben sich einige Wanderer auf Bänken und großen Steinen ein Plätzchen zum Picknicken gesucht, es gibt Äpfel, Möhren, Brote und Kekse. Wer es komfortabler macht, lässt sich auf der Terrasse des einzigen Hotels ein Mittagessen servieren. Nun sind es nur noch 40 Minuten auf und ab über den breiten Alpweg hinunter zur Bushaltestelle am Kalbelesee. Nach vier Stunden und neun Kilometern Wandern bringt der Bus einen in 20 Minuten zurück nach Lech.

Hoteltipp für Oberlech

Stilvoll wohnen in der Chalet-Suite © Hotel Goldener Berg

Stilvoll wohnen in der Chalet-Suite © Hotel Goldener Berg

Das „Hotel Goldener Berg“ ist das traditionsreichste Haus in Oberlech. Das familiengeführte Vier-Sterne-Superior-Hotel besteht aus dem historischen Restaurant „Alter Goldener Berg“ und dem alpinen Haupthaus. Die 40 renovierten Zimmer und Suiten sind in modern-alpinem Design aus Holz, bunten Sitzmöbeln und sehr stylischen Accessoires gehalten (Tipp: Zimmer mit Talblick nehmen!). Ideal für Familien oder befreundete Paare sind die tollen Chalet-Suiten mit zwei Schlaf- und Badezimmern, Wohnraum mit Küche und Terrasse. Von den Sonnenterrassen hat man eine herrliche Aussicht auf das Tal und das Bergpanorama.

Zum Frühstücken und Abendessen gibt es im Haupthaus gemütliche, liebevoll gestaltete Restaurantbereiche und eine Bar. Der 500 Quadratmeter große Spa hat einen Innenpool, einen warmen Außen-Whirlpool, einen Saunabereich, Ruhe-und Fitnessräume sowie ein Spa-Menü, von dem Massagen und Kosmetikanwendungen besonders beliebt sind. Neu ist eine „Schwebeliege“, die auf 38 Grad erwärmt wird und auf der Packungen wie die entgiftende und entschlackende Schachtelhalm&Molke-Mischung besonders gut einwirken.

 

Information zur Lech-Card

In der Lech-Card sind inklusive:

  • Nutzung der Seilbahnen und Sessellifte
  • Nutzung der Orts- und Regionalbusse
  • Geführte Wanderungen
  • Eintritt ins Waldschwimmbad
  • Tages-Fee der Golfakademie mit Driving Range und Putting Green
  • Für Familien: Nutzung des Spielparks mit Minigolf, Tischfußball etc, Kinderbetreuung

 

Weitere Informationen

Lech Zürs Tourismus

Tel. Büro Lech: 0043-5583-21610

Fax: 0043-5583-3155

www.lech-zuers.at

Hotel Goldener Berg

Oberlech 117

6764 Oberlech am Arlberg

Tel.: 0043-5583-22050

Fax: 0043-5583-220513

www.goldenerberg.at

 

 

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